Samstag, 14. Dezember 2019

Thomas von Aquin und Advent: Warum noch einmal auf den Herrn warten müssen?




Vortrag des Youtube-Kanals Sensus Fidelium zu einem Thema, das vielleicht Kindern und Jugendliche regelmäßig zur Adventszeit fragen lassen lässt: Warum nicht gleich Weihnachten feiern? Warum sollen wir warten und uns vorbereiten, wenn Jesus schon längst sein Erlösungswerk vollendet hat?

Die Liturgie antwortet: Weil der Mensch sich immer neu verdemütigen (nicht selbstdemütigen!) muss, um sein Herz dem Herrn und seinem Heilswerk öffnen und ihn in seiner vollen Fülle in sein Leben kommen lassen zu können.

Wie kommt es, dass uns die Liturgie eine Bitte oder ein zukünftiges Ereignis von Christus vorlegt? Wir können uns Fragen: "Warum? Ist der Herr nicht schon längst gekommen?" Warum verweist die Liturgie auf ein zukünftiges Ereignis? Es ist die Liturgie, die so spricht, als wäre er noch nicht gekommen. Warum? Bevor wir diese Frage beantworten, sollten wir zuerst betrachten, warum er kam und wann er kam.

Als der heilige Thomas von Aquin über das Kommen des Herrn [in unsere Welt] sprach, sprach er davon, warum er nicht direkt nach dem Fall von Adam und Eva gekommen sei, und sagt dazu folgendes: "Mit großer Weisheit wurde es so geordnet, dass der Menschensohn nicht direkt nach dem Fall des Menschengeschlechtes hinabsteigen sollte, weil Gott zuallererst den Mensch unter dem natürlichen Gesetz mit seinem freien Willen ließ, damit dieser seine natürliche Stärke kennenlerne. Und als er darin versagte, empfing er das [mosaische] Gesetz, worauf durch den Fall - nicht durch das Gesetz, sondern durch seine Natur - das Übel an Stärke gewann. So dass dadurch, dass er seine Schwäche erkannte, nach einem Arzt rufe und um den Beistand der Gnade bitte." (Ende des Zitates von St. Thomas).

Als der Mensch sah, dass er nicht - sogar durch das Gesetz, das ihm gegeben wurde - tun konnte, was richtig ist, verdemütigte er sich und bat um unseren Herrn. Aber das dauerte eine bestimmte Zahl von Jahren bis der Mensch sich dessen bewusst werden konnte. […]





Schräger als Fiktion... Teil 5


Woran erkennt man, dass bald Weihnachten ist?

Daran, dass im Internet Neuheiden und Atheisten (wie Bill Maher) wieder mal "Quellen" wie den von der Okkultistin Helena Blavatsky gelobten Spiritualisten und Poeten Gerald Massey verwenden, um Weihnachten und das Christentum "rational" als Kopie des Horuskultes zu widerlegen. Ohne irgendeine ägyptische Originalquelle dafür nennen zu können.

Und dass wie jedes Jahr das Video "Horus ruins Christmas" von Lutheran Satire als Antwort geteilt wird.





Freitag, 13. Dezember 2019

Pornographie, Erotik - und G.I. Joe


Gefunden auf Facebook.

Pontifications from on High lieferte hier die wahrscheinlich beste popkulturelle Definition des feinen Unterschiedes zwischen kurzweiliger und echter Erotik, die ich bisher lesen durfte. Wahrscheinlich weil die genannte Serie damals auch in Deutschland lief.

Als Generation Yler eines bestimmten Alters schaute ich mit Freude meinen Teil an der G.I. Joe-Zeichentrickserie. 
Aber selbst als fünfjähriger Junge gab es da etwas, was mir auf die Nerven ging: Es gab keinen einzigen Panzer, der explodierte, bevor er nicht verlassen wurde; kein einziges Flugzeug stürzte ab, bei dem nicht gezeigt wurde, wie sich der Pilot mit einem Fallschirm in Sicherheit brachte. Schussgefechte hatten Raketen-ähnliche Waffen, die Laser abfeuerten, die kein Lebewesen trafen, und endeten mit [feindlichen] Cobra-Agenten, die mit den Händen hinter ihren Köpfen in Joe´s Gefangenenwagen marschierten. Ich kannte mit fünf Jahren nicht sehr viel von den Konsequenzen eines Krieges - aber ich wusste bereits, dass diese Art von Krieg eine billige war, weil er völlig ohne irgendwelche Folgen war.

Pornographie ist zu echtem Sex das, was ein G.I. Joe-Cartoon zu echten Kriegen ist. Sie infantilisiert ihren Betrachter, indem sie ihn in eine Fantasiewelt von Sex ohne Konsequenzen lockt, komplett vom realen Geschlechtsverkehr getrennt. Es ist eine Beleidigung des Eros, wenn man sie "erotisch" nennt. 
Meine Güte, wie wir dieses Wort abgestumpft haben. Wahre erotische Liebe ist voller Konsequenzen - und deren Schönheit äußert sich in deren Konsequenzen eher in vollster Pracht als davor wegzulaufen. Sie findet sich in der Sehnsucht, mit dem Geliebten vereinigt zu sein, wenn man davon getrennt ist, und begehrt, mit dem Geliebten sein Leben lang vereint zu sein. Pornographie vertauscht die Freude dieses Bundes mit der Befriedigung von Lüsten.

Um ein weiteres Relikt der 80er hervorzuholen: Pat Benatar lag mehr im Recht, als sie Liebe ein Schlachtfeld nannte. Auf so viele Weisen kann sie falsch laufen und auf so wenigen richtig. Deren Opfer sind real. Deren Trauma sind bleibend, besonders für das, was aus der Liebe geboren wird: das Kind. Ehrt nicht Pornographie als "Erwachsenenunterhaltung". Es gibt beileibe nichts pubertäreres. Es ist Liebe, die nicht erwachsen werden will. 

Als ich ein Kind war, sprach ich wie ein Kind, dachte ich wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. 
1 Kor. 13,11


Donnerstag, 12. Dezember 2019

Ja, auch dafür war die alte Tonsur da...


Gefunden auf Facebook.
Und Ja: Es gibt sie noch. Im kleineren Format.

Wer in dieser privaten FB-Gruppe ebenfalls Saintposten will, hier anfragen.
Den normalen - öffentlichen - Irrsinn gibt es übrigens hier. ;-)





Mittwoch, 4. Dezember 2019

6. Dezember: Was ist besser als Häretikern eine zu scheuern?



Für sie Buße tun.

Auch wenn dies nicht offen Häretiker betrifft (jedenfalls nicht namentlich von Person und Irrlehre her), baten vier Exorzisten die Gläubigen am Fest des heiligen Bischofs und Glaubensverteidigers Nikolaus um einen Tag des Fastens und der Buße dafür, dass mit dem offenen Mitprozessieren mehrerer Pachamama-Figuren im Vatikan und in mehreren Kirchen Rom der reine Kult der Gottesverehrung mit den trüben Wassern der materialistischen Naturanbetung getrübt wurden. Von dem auch Verantwortliche im Vatikan gewusst haben - und bei den Gläubigen für Unverständnis sorgten.


Dazu wird empfohlen:
1. Den Rosenkranz beten.
2. Einen Akt der Buße tun. Weil der Nikolaustag dieses Jahr auf einen Freitag fällt, wäre die Abstinenz bereits gegeben; dazu kann man auch leicht einen weiteren Verzicht aufbringen. Wenn man nicht in der Lage ist zu fasten, kann man auch auf andere Weise an diesem Tag Verzicht üben.
3. Weiterhin bitten die vier Priester explizit um das Sühnegebet an das Heiligste Herz Jesu und die Weihe an das Heiligste Herz Jesu.


Wir sind in den letzten Jahren wohlbehütet aufgewachsen. Wir vergaßen, dass die Welt des heiligen Nikolaus dem Wunderwirker voll von Fastentagen war - betend für Schutz gegen marodierende Armeen, Häretiker, heidnische Kaiser, Seuchen und alle offenkundigen Werke des Teufels.

Wir erlenen wieder diese heilige Balance. Dieses Jahr feiert unsere Familie den Abend vor St. Nikolaus mit Freuden. Wir haben gutes Essen und eine Menge heiterer Spiele. Wir setzen unsere Schuhe nach dem Abend-Gebet hinaus und vertrauen, dass der gute Heilige sie füllen wird. Aber am Festtag selbst legen wir die Genüsse, die er uns gegeben hat, für einen Tag beiseite, um nur einen Tag ihn im Gebet für unsere Kirche zu unterstützen.

Lasst uns lernen von unserem geliebten heiligen Nikolaus, der den Teufel bemerkte, als er unter die Menschen kletterte und diesen vertrieb. Von Sankt Nikolaus, voller Eifer in seiner Abweisung von Idolen und fest in seiner Hingabe zu Christus.


Das Blut der Heiligen und das Blut Christi


Gefunden auf der Facebook-Seite von Pater John Stone Melnick vom Augustinerorden.

Eine Erinnerung

Dieser Kelch stammt aus einer katholischen Kirche im Irak. Als ISIS das Land terrorisierte und 140.000 Christen zur Flucht zwang, zerstörten sie die Kirchen und benutzten die heiligen Gefäße für Zielübungen. Das ist eine sichtbare Erinnerung, dass das Blut der Heiligen heute noch immer vergossen wird. 




Samstag, 30. November 2019

Dracula im Kreuzweg? - Ja, Dracula im Kreuzweg.





Makabere Dinge gibt es eigentlich wie Sand am Meer. Man muss sie nur finden.

Zum Beispiel diesen netten Darstellungen der Kreuzigung (ca. 1460) in der Wiener Kirche Maria am Gestade, in der sowohl Geschichtskenner als auch Freunde von Gruselgeschichten und -filmen auf der rechten Seite unter den Soldaten eine bekannte Gestalt erkennen können: Vlad III. Drăculea (ca. 1431-ca. 1476/77), der historische "Graf Dracula".

Und diese Darstellung ist nicht die einzige, die den weltbekannten rumänischen Fürsten zeigt.
In der slowenischen Nationalgalerie wird eine Darstellung von ihm als Statthalter Pontius Pilatus bei der Verurteilung Jesu verwahrt (entstanden um ca. 1463), in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien taucht er als Statthalter von Patras beim Martyrium des heiligen Andreas auf, das im Zeitraum von 1470-80 entstanden sein dürfte.

 

Man kann sich natürlich fragen, wie es dazu kam, dass ausgerechnet Vlad III. hier ganz offen auftaucht.
Dazu gibt es eine einfache Erklärung: Ein ungewöhnlich schlechter Ruf, der sich über teilweise kolportierte Berichte und Auslassungen nach Westeuropa (vor allem Österreich, Deutschland und teilweise Russland) noch zu seinen Lebzeiten verbreitete und die visuelle Steilvorlage für den typischen Gewaltherrscher lieferte - wie dem Statthalter im Martyrium des heiligen Andreas oder den Statthalter Pontius Pilatus, dem man neben Feigheit vor einer schwankenden Volksmenge auch unnötige Grausamkeit vorwarf (wie das Auspeitschen Jesu vor einer vermeintlich geregelten Freilassung). Grafische Darstellungen des "Wüterichs", die als einfache Inkunabeln durch die 1450 entstandene Druckerpresse vervielfältigt werden konnten, taten hierzu den Rest.

Eine positive Version stellt zum Vergleich die Abbildung von Stiftern als Heilige oder in das Geschehen positiv Involvierte dar. Die Gesichtszüge des deutschen Kardinal Albrecht von Brandenburg tauchen durch regelmäßige persönliche Aufträge an Maler in verschiedenen Darstellungen von Heiligen auf (hier: zweimal als der heilige Hieronymus, der heilige Erasmus mit dem heilige Mauritius und als Teilnehmer in der "Messe des heiligen Gregors"). Auch Albrecht ließ eine grafische Imagekampagne laufen, für die er sogar Lukas Cranach und Albrecht Dürer beauftragte.


 

 


Dass es also nun auch eine bekannte "Unperson" traf, dürfte nicht wirklich überraschen.

Diverse Berichte und Druckgrafiken sind bis heute erhalten, die die Grausamkeit des Fürsten schilderten. Es dürfte aber auch auffallen, dass es sich bei  der Kirche Maria am Gestade, in der sich heute immer noch das obige Bild befindet, auch um die traditionelle Kirche der Donauschiffer handelte, die mindestens indirekt immer wieder von den Grausamkeiten Vlads hörten wie der Massenpfählung von osmanischen Soldaten - oder eben von "Guten Christen" wie den deutschstämmigen  Siebenbürger Sachsen, die mit den Ungarn im Bündnis standen und auf deren Handelsstädte er daher regelmäßig Überfälle durchführte, um ihren Einfluss zu brechen, aber sich auch für die Unterbringung von Gegnern zu rächen. Ohne natürlich Näheres von den Ränkespielen in der Walachei zu wissen, die zwischen Ungarn und dem Osmanischen Reich eine politische Reibungszone bildete, bei der es regelmäßig zu übertriebenen Brutalitäten kam, auch wenn diese nur zur Abschreckung dienen sollten.

Die positiven Eigenschaften gingen bei all diesen Berichten leider wie selbstverständlich unter. Vlad III. war darauf bedacht, in einer zerrütteten Gesellschaft wieder Ordnung herzustellen und legte nachdrücklich Wert auf Recht und Ehrlichkeit - dem rumäischen Landvolk galt er als gerechter Prinz und mutiger Verteidiger seines Volkes.
In einer durch Kriege und Mordanschläge zerrütteten und zunehmend von Anarchie und dem Recht des Stärkeren gekennzeichneten Gesellschaft (Vlads Vater, Vlad II. Dracul,  kam durch einen Mordanschlag durch politische Gegner ums Leben, sein Bruder wurde aus ähnlichen Gründen geblendet und lebendig begraben) ein beinahe schon verzweifeltes Unterfangen, das in einem relativ friedlichen Teil Europas nur auf Verstörung und Unverständnis traf und als unnötige Grausamkeit empfunden wurden, die scheinbar viel über den Seelenzustand einer Person aussagten. Eine Abhärtung Vlads lässt sich bereits als junge Geisel bei den Osmanen ausmachen, wo er wegen seiner Starrköpfigkeit ausgepeitscht wurde und dort auch die grausame Hinrichtungsmethode des Pfählens kennenlernte, um die Gegner der Osmanen einzuschüchtern, die vor solchen Methoden eher zurückschreckten und eben die Benutzung davon Vlad später wirklich übel nahmen.

Seine Erfolge gegen die Osmanen während des von Pius II. ausgerufenen Kreuzzuges gegen die osmanischen Invasoren auf dem Balkan 1460-63 wurden mit Wohlwollen aufgenommen - auch wenn es wiederum zu Grausamkeiten wie Massenpfählungen, Tode durch vergiftete Wasservorräte und der Politik der verbrannten Erde im osmanisch besetzten Bulgarien kam, bei der auch Muslime in Häuser eingeschlossen und mit diesen lebendig verbrannt wurden. Auch danach kam es bis zu seinem politischen Sturz und Tod 1476 oder 1477 immer wieder zu Kriegszügen. Es ist unsicher, ob er ermordet oder auf der Flucht getötet wurde. Sein Kopf wurde jedenfalls in Honig eingelegt und in Konstantinopel aufgespießt zur Schau gestellt. Sein Leib wurde zunächst in dem von ihm geförderten Kloster Snagov (er förderte tatsächlich persönlich noch weitere Kirchen und Klöster in seinem Territorium) bestattet, dann an einen unbekannten Ort gebracht. Letzteres dürfte nach Meinung einiger Forscher der Grund gewesen sein für die Geschichten um den ruhelosen Untoten, der noch immer durch die Gegend ziehen soll.

Zu seinem religiösen Bekenntnis gibt es verschiedenes zu sagen, aber eines ist sicher: Es war so choatisch wie die damaligen politischen Zustände. Die größte Zeit über war er Mitglied der Ostkirche, auch wenn er wie sein Vater (um 1476/77 in Nürnberg) im Alter von nur 5 Jahren dem durch den römisch-deutschen Kaiser und böhmischen König Sigismund 1387 gegründeten Drachenorden beitrat, der sich dem Kampf gegen die einfallenden Osmanen verpflichtete. Von der Mitgliedschaft leitete sich auch der Name Dracul bzw. Dracula (Drache bzw. Kleiner Drache/Sohn des Drachen) ab. 1462 bot er dem ungarischen König Matthias Corvinus an. zum Katholizismus zu konvertieren, sollte er ihn militärisch unterstützen - was jedoch ausblieb. Einer seiner beiden noch lebenden Brüder trat zum Islam über. Um 1474 - am Ende einer seit 1462 dauernden Kerkerhaft in einer Festung von Corvinus wegen eines angeblich mit dem Sultan geplanten Waffenstillstandes -, vielleicht aber schon vorher soll Vlad III. zum Katholizismus konvertiert sein und eine der Cousinen des Königs geheiratet haben. Manche Historiker vermuten, dass er wohl wegen dieser Konversion vielleicht von der Geistlichkeit exhumiert worden sein dürfte, auch wenn dieser Punkt sehr strittig ist und andere vermuten, dass die Osmanen etwas mit seiner Umbettung zu tun haben könnten. Und dass dies wohl auch der Ursprung des ruhelosen Toten sein dürfte - ein Schismatiker sollte anscheinend nichts in der Kirche zu suchen haben. Und dieser Ruf hat sich anschließend auch im abergläubischen Volk verbreitet. Aber wie gesagt: Dieser Punkt ist äußerst umstritten.

Was aber nichts an seiner literarischen "Exkommunikation" im Westen änderte.

Schon vor Vlads Inhaftierung 1462 wurden Schauergeschichten über ihn verfasst, die schon bald nach Österreich und Deutschland gelangten. 1463 trug am Kaiserhof in Wien der politische Schriftsteller Michael Beheim ein Gedicht „Von ainem wutrich der hies Trakle waida von der Walachei“, das sich auf dessen Grausamkeit konzentrierte. Auch diverse Kurzgeschichten waren im Umlauf, die sich bald mit Übertreibungen überschlugen: Vlads Vater sei ein Heide gewesen und er selbst erst sei zum Katholizismus konvertiert und habe sich geschworen, mit seinem Bruder den christlichen Glauben zu verteidigen. Um schließlich als ungezügelter Despot alle christlich-ritterliche Sittsamkeit über Bord zu werfen und sein eigenes Volk aus Sadismus zu quälen. Für die damalige Zeit das perfekte Gegenbild zum christlich tugendhaften Ritter, dessen Vorbild bis nach der Zeit Kaiser Maximilians I. als für die Gesellschaft notwendig und als charakterlicher Entwicklungsstandard literarisch stets betont wurde.

Von da an dürfte es kein weiter Weg zu dem Mann gewesen sein, der Dracula zu dem machte, was man durch die moderne Popkultur heute über ihn zu wissen scheint: Bram Stoker.

Und selbst Bram Stoker konnte den geistlich-symbolischen Wert nicht beiseite lassen, wie Dr. Taylor Marshall zu berichten weiß:


Oder die ebenfalls schon einmal erwähnte Catholic Talk Show:





Freitag, 29. November 2019

Falschmeldung: "Krippenreliquie für Palästinenserführer"




In einem Artikel von Philosophia Perennis wurde heute behauptet, dass die berühmten Krippenreliquien der römischen Basilika S. Maria Maggiore "an die Palästinenser weggeschenkt" worden seien. "Nach dem Pachamama-Skandal erreichen damit der Ausverkauf und die Entweihung der ewigen Stadt ein neues Level, das den parallelen Ausverkauf des Katholischen unter Franziskus faktisch greifbar macht" heißt es dazu und dass es sich um einen Akt handle, "der symbolisch zeigt, wozu dieser Papst fähig ist".

Man kann jetzt darüber diskutieren, wer diese Geschichte in Umlauf gebracht habe oder wie diese Geschichte überhaupt zustande kam. Der deutsche Historiker und  Autor Michael Hesemann jedenfalls hat auf Facebook die Sache differenzierter dargestellt und bezichtigt Autor und Blog-Inhaber David Berger der Verleumdung:


[…] Wahr ist: Natürlich bleibt die Krippenreliquie nach wie vor in Rom, in S. Maria Maggiore. Lediglich ein kleines Fragment wurde abgetrennt, in ein Reliquiar gefügt und traf heute im Heiligen Land ein - nicht bei den muslimischen "Palästinensern", sondern beim Franziskanerorden der "Custodia Terra Santa", denn der Papst hat den Franziskanern die Reliquie geschenkt. Derzeit wird das Reliquiar im päpstlichen Gästehaus Notre Dame de Jerusalem ausgestellt, morgen wird es in feierlicher Prozession nach Bethlehem gebracht. Leider bin ich seit gestern aus dem Heiligen Land zurück, sodass ich nicht vor Ort berichten kann.

Auf den Fotos seht ihr das geöffnete Reliquiar von S. Maria Maggiore mit den großen Holzbalken und das neue Reliquiar mit dem kleinen Stück, das nach Bethlehem geht. 

Papst Franziskus wegen dieser schönen Geste - denn natürlich gehört ein Stück der Krippe Jesu nach Bethlehem - anzugreifen ist geradezu infam, denn immer schon in der Kirchengeschichte hat man Reliquien entnommen und zur Verehrung an Klöster und Kirchen verschenkt. Ich selbst bin im Besitz eines schönen Holzfragmentes der Krippenreliquie in Rom, das sich in einer im 19. Jahrhundert versiegelten Theca befindet. [...] 


Beim obigen Bild ist der geöffnete Reliquienschrein während der Entnahme am 22. November 2019 zu sehen.
Hier unten ist die Reliquie im Reliquiar, das nach Bethlehem gebracht wird.

 

Weitere Bilder zeigen das Reliquiar vor der Versiegelung durch einen Bischof unter Aufsicht, daneben die Inschrift mit der Bemerkung, dass die Reliquie aus der Basilika S. Maria Maggiore stammt und von Papst Franziskus an den Franziskanerorden der Custodia Terra Santa übergeben wird. 

 

Hier sieht man übrigens die weiteren Teile der Reliquie, von denen das Fragment entnommen wurde und die weiterhin in Rom verbleiben:





Montag, 25. November 2019

Schräger als Fiktion... Teil 4


Der entnervte Deutsche:
Fühlt sich provoziert, wenn Du dich nur 300 km von seiner Grenze entfernt befindest.
Was natürlich einem anderen Amerikaner schon länger bekannt war, der keine Cappa trägt.