Freitag, 27. März 2020

Schräger als Fiktion... Teil 8


Was amtlichen Theolog*Innen während Segensprozessionen und Privatmessen durch den Kopf geht:

[...] Sie [die Theologie] steht auch in der Verantwortung, kirchliches Leben kritisch zu begleiten und ggf. auf problematische Entwicklungen hinzuweisen. Magische Restbestände und regressive Muster, die einen fatalen Trost versprechen, sind theologisch zu dekonstruieren. Weder Weihwasser noch Hostie wirken viruzid. Und nicht alles, was erlaubt ist und vor Jahrzehnten einmal gängig war, ist heute sinnvoll. Ob ein täglicher Blasiussegen, Einzelkommunionen außerhalb der privatim zelebrierten Messe, priesterliche Sakramentsprozessionen durch leere Straßen, die Weihe ganzer Bistümer an das Herz der Gottesmutter, Generalabsolutionen und Ablässe im Jahr 2020 angemessene und tragfähige kirchliche Reaktionen auf die Corona-Krise sind, kann zumindest gefragt werden. Nicht wenige Katholik*innen sind ernsthaft verstört angesichts des Retrokatholizismus, der gerade fröhliche Urständ feiert. […] 


VERSUS

Der Dopaminrausch, der sich bei The Young Pope-Fans alleine schon beim Begriff "Retrokatholizismus, der gerade fröhliche Urständ feiert" im Hirn bereitmacht: 




Donnerstag, 26. März 2020

HEUTE 18:00 Uhr: Gebet mit Papst Franziskus samt außerordentlichem "Urbi et Orbi"-Segen




Für morgen 18:00 Uhr wurde wegen der Corona-Pandemie ein gemeinsames Gebet mit Papst Franzikus angekündigt.

Im Anschluss wird als besonderer außerordentlicher Höhepunkt der Segen Urbi et Orbi ("Der Stadt und dem Erdkreis") erteilt.

Übertragen wird das gemeinsame Gebet unter anderem Live von k-TV und EWTN.




Dienstag, 24. März 2020

"Wer Moral über´s Recht stellt, verliert beides"


Hier nun der Link zum kompletten Interview von Imad Karim mit Hans-Georg Maaßen, von dem ich bereits in einem vorangegangenem Posting geschrieben habe:



Nach vier Wochen wird aus Gründen der besseren Übersicht dieses Video in das Posting mit den Trailer verschoben.


Samstag, 21. März 2020

P. Alexander Metz FSSP zum Thema Geistige Kommunion in Zeiten der Corona-Gefahr




Predigt von P. Alexander Metz FSSP vom 3. Fastensonntag (15.03.2020). Die Predigt zum Thema Geistige Kommunion als Alternative und Ersatz zu einem nicht möglichen Kommunionempfang (sei es wegen Verfolgung, Seuchengefahr oder speziell auch im Falle eines Ausschlusses beim Kommunionempfang durch eine schwere Sünde oder bei einem nicht mehr rückgängig zu machenden Geschehen wie bei einigen Fällen der Wiederverheiratung Geschiedener) erschien mit einem Kommentar zur Pestheiligen Corona im Regionalrundbrief der Petrusbruderschaft für den April 2020, der den Gläubigen per E-Mail zugesendet wurde.

Dazu gefügt wurden auch Gebete zur Geistigen Kommunion und der Empfehlung, sich im Gebet geistig mit dem Heiligen Messopfer zu verbinden, das von den Priestern der Bruderschaft im Privaten für die Anliegen der Gemeinde gefeiert wird (Sonntags: 10:00 Uhr, Werktags 18:30, Samstags 8:00 Uhr; Aussetzung des Allerheiligsten ca. 19:15 Uhr, gegen 20:15 Uhr Spendung des Eucharistischen Segens). Zur Vereinugung mit dem im Tabernakel real gegenwärtigen Herrn Jesus Christus hat bereits der Heilige Pfarrer von Ars hingewiesen, dem man sich immer im Gebet zuwenden kann, auch wenn man nicht in der nächsten Kirche gegenwärtig ist, sowie Er bei dem heidnischen Hauptmann von Kafarnaum gehandelt hat, der ihn um die Heilung seines kranken Dieners bat, der das Heim nicht verlassen konnte.

Es werden auch auf Messübertragungen über Radio Horeb, EWTN, k-tv und livemass.net hingewiesen.

Ich weise an dieser Stelle nochmals auf die Erwerbung eines Vollkommenen Ablasses hin, den der Heilige Stuhl an der Krankheit infizierten und auch den übrigen Gläubigen gewährt, die zusammen um das Ende der Epidemie beten.


Liebe Gläubige! 

Was sollen wir denn machen, wenn der Kommunionempfang nicht mehr möglich ist, weil man sich dadurch einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus erhofft? – Sich auf die Tradition der Kirche besinnen und aus ihr in der aktuellen Situation die rechten Schlüsse ziehen! 

Die Kirchenväter unterscheiden drei verschiedene Weisen des Kommunionempfangs. Sie sagen, dass manche die heilige Kommunion lediglich sakramental genießen, andere nur geistig, und schließlich gibt es Empfänger, die zugleich sakramental und geistig kommunizieren. Diejenigen, die nur sakramental kommunizieren, sind z. B. jene, die im Stand der schweren Sünde vom Tisch des Herrn essen. 
Damit empfangen sie die heilige Kommunion ohne die normaler Weise damit verbundene Gnadenwirkung, da die Gnaden sich nur fruchtbar in der Seele auswirken können, wenn diese sich im Stand der heiligmachenden Gnade befindet. Erinnern wir uns an ein Wort des hl. Paulus: „Es prüfe sich aber der Mensch, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Wer nämlich unwürdig davon isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.“ (1 Kor 11,23-29) 

Diejenigen, die die heilige Kommunion nur geistig empfangen, sind jene, die diese Speise gerne sakramental empfangen würden, aber dazu momentan (noch) keine Möglichkeit haben. Wenn die Kommunionkinder vor dem Empfang ihrer ersten heiligen Kommunion mit gläubigem Sinn das Gebet „Jesus, Jesus, komm zu mir, o wie sehn´ ich mich nach Dir!“ beten, dann wird Jesus Christus dieses Gebet nicht erst am Tag ihrer ersten heiligen Kommunion erhören, sondern augenblicklich, denn diese Bitte gehört sicher zu jenen, an die der Herr dachte, als er zu seinen Jüngern sprach: „Bittet, und es wird euch gegeben werden.“ (Lk 11,9) 

Dasselbe gilt für die Gläubigen, die aufgrund von Krankheit keine Möglichkeit haben, den Herrn sakramental zu empfangen, und deshalb sich in Glauben und Liebe nach dem Herrn ausstrecken. Ebenso gilt das für diejenigen Gläubigen, die in einem Land wohnen, in denen es gar nicht möglich ist, regelmäßig zu kommunizieren, weil es an Priestern und infolgedessen auch an heiligen Messen fehlt. Denken wir nur an unsere Brüder und Schwestern, die im 20. Jahrhundert viele Jahre unter der Herrschaft des Kommunismus leben mussten, und für die die geistige Kommunion die einzige Möglichkeit war, sich mit den Herrn zu vereinen. 

Schließlich gibt es diejenigen, die sowohl sakramental als auch geistig zugleich kommunizieren. Es ist jene Form der Kommunion, die man als die ideale bezeichnen muss. Sakramental und geistig zugleich empfängt jene Seele die Kommunion, die nicht nur gedankenlos das Brot der Engel, den König der Könige, den Herrn der Herrscher empfängt, sondern andächtig, d. h. an das denkend, was sie vollzieht, indem sie sich in der rechten Weise auf den Kommunionempfang vorbereitet und nach deren Empfang in stiller Anbetung bei ihrem hohen Gast verweilt. Seien wir uns stets bewusst, wie leicht eine Gewohnheit zur Oberflächlichkeit werden kann. Niemand ist vor dieser Gefahr gänzlich gefeit.  Immer wieder müssen wir uns erinnern, wach machen, aufrütteln lassen, damit nicht auch wir der Gefahr erliegen, den Leib des Herrn nicht mehr von einer gewöhnlichen Speise zu unterscheiden. Vielleicht hilft die gegenwärtige Krise (vom griechischen Wort krisis, d. h. Beurteilung, Entscheidung), wieder neu die sakramentale Kommunion wertzuschätzen, wenn wir nun vielleicht für einige Zeit darauf verzichten müssen. 

Die Praxis der geistigen Kommunion kann uns dabei wertvolle Dienste leisten! In der geistigen Kommunion schenkt sich unser Herr zwar nicht mit Fleisch und Blut (wie bei der sakramentalen), aber diese Art der Kommunion kann ähnliche Wirkungen wie der Empfang des heiligen Sakramentes hervorbringen, nämlich die geistige Einigung mit Christus. „Die, welche jenes himmlische Brot zu essen verlangen, werden infolge ihres lebendigen Glaubens dessen Frucht und Nutzen empfinden.“ (Konzil von Trient) 

Die geistige Kommunion vereinigt uns – nach Maßgabe unserer übernatürlichen Liebe und Sehnsucht – wirksam mit Christus, sie vermehrt in uns die heiligmachende Gnade und damit auch die Tugend der Liebe. Sie verleiht uns auch helfende Gnaden, wie wir sie in unserer augenblicklichen Lage brauchen. Wir können also sagen, dass sie ein einfaches und leichtes Mittel ist, reichen Segen zu erlangen. Und das nicht nur einmal am Tag, denn im Unterschied zum Empfang des Sakramentes kann die geistige Kommunion beliebig oft empfangen werden, an jedem Ort und zu jeder Zeit – die eucharistische Nüchternheit ist dabei nicht vorausgesetzt. 

Und so ist sie geeignet, unser Leben zu segnen und zu verklären, die sakramentale Kommunion auf unser ganzes Leben auszudehnen, unser Leben geistlich zu erneuern und zu einem wahrhaft eucharistischen Leben zu machen. – „Jesus, Jesus, komm zu mir, o wie sehn´ ich mich nach Dir. Meiner Seele bester Freund, wann werd´ ich mit Dir vereint?“ 



GEBETE ZUR GEISTIGEN KOMMUNION

Mein Jesus, ich glaube, dass Du im allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist. Ich liebe Dich über alles und meine Seele sehnt sich nach Dir. Da ich Dich aber jetzt im Sakrament des Altares nicht empfangen kann, so komme wenigstens geistigerweise zu mir. Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir und vereinige mich mit Dir. Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an. Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen.
Hl. Pater Pio

Zu Deinen Füßen, o mein Jesus, werfe ich mich nieder und bringe Dir die Reue meines zerknirschten Herzens dar, das sich mit seinem Nichts in Deiner heiligen Gegenwart verdemütigt. Ich bete Dich an im Sakrament Deiner Liebe, der unfassbaren Eucharistie. Ich sehne mich danach, Dich in der armen Wohnstatt meines Herzens zu empfangen. Während ich das Glück der sakramentalen Kommunion erwarte, möchte ich Dich im Geist besitzen. Komm zu mir, o mein Jesus, da ich zu Dir komme! Die Liebe umfange mein ganzes Sein im Leben und im Tod. Ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Amen.
Ehrwürdiger Rafael Kardinal Merry del Val

Herr, allmächtiger Vater, ich danke Dir für alle Deine Wohltaten und ganz besonders dafür, dass Du mich mit dem kostbaren Leib und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, geistig speisen möchtest. Ich bitte Dich, lass dieses heilige Sakrament mir zur Quelle des Erbarmens und zum ewigen Heil gereichen. Die heilige Eucharistie sei für mich Rüstung des Glaubens und Schild des guten Willens. Sie möge mich von meinen Fehlern reinigen und alle Tugenden vermehren, mich gegen alle Nachstellungen meiner sichtbaren und unsichtbaren Feinde schützen, mich innig und unzertrennlich mit Dir, dem einen und wahren Gott, verbinden und mir so helfen, mein letztes Ziel zu erreichen. Schenke mir armen Sünder, zu jenem unaussprechlichem Gastmahl zu gelangen, wo Du mit Deinem Sohn und dem Heiligen Geist Deinen Heiligen das wahre Licht bist, die ewige Freude, der vollendete Friede und die vollkommene Seligkeit. Amen.

Jesus, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich, ich bereue meine Sünden. Jesus, komme in mein Herz, ich sehne mich nach Dir. Jesus, Du bist bei mir, ich bete Dich an. Ich danke Dir, ich weihe mich Dir, hilf mir in allen Anliegen, segne mich und alle Menschen, besonders die Sterbenden, bekehre die Sünder, heile die Kranken, erlöse die Armen Seelen im Fegfeuer. Jesus, ich glaube an Dich, komm' in mein Herz. Bleibe bei mir, ich bete Dich an, segne mich. Amen.  
Hl. Alphons von Liguori


DIE HEILIGE CORONA


Der katholische Glaube ist ohne die Heiligenverehrung nicht denkbar. –  „Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen!“ – Dazu gehört auch, dass man bestimmte Heilige in bestimmten Anliegen anruft. Einer der bekanntesten dieser Schutzheiligen wird wohl der heilige Christophorus sein, der „Patron der Autofahrer“, der selbst bei Menschen, die dem Christentum nicht sonderlich nahe stehen, eine gewisse Verehrung erfährt. Weniger bekannt dürfte hingegen die Heilige sein, die man vor allem bei Seuchen (!) und Unwetter um ihre Hilfe bittet. 

In der österreichischen Wallfahrtskirche St. Corona am Schöpfl wird die Fürsprecherin in eben genannten Gefahren verehrt, die hl. Corona! – Da sage noch mal einer, Gott habe keinen Humor! – Der Überlieferung nach erlitt die heilige Corona zur Zeit der frühen Christenverfolgungen gemeinsam mit dem heiligen Victor von Siena, einem Soldaten, das Martyrium. Während dieser gemartert wurde, trat die hl. Corona zu ihm hin, um ihn zu trösten und zu ermutigen, Christus treu zu bleiben. Aus diesem Grunde wurde sie verhaftet und verhört. Schließlich banden ihre Peiniger sie zwischen zwei herabgebogene Palmen, die sie beim Emporschnellen zerrissen.  

Wie selbstverständlich suchten unsere Vorfahren in allen Nöten des irdischen Lebens Zuflucht bei den Heiligen des Himmels. Die herrliche Wallfahrtskirche „Vierzehnheiligen“, nahe des oberfränkischen Bad Staffelstein, – jederzeit eine Wallfahrt wert! – gibt davon ein eindrückliches Zeugnis. 

„Weil die Menschen damals nichts anderes hatten!“, urteilen diejenigen, die nicht glauben, über die Heiligenverehrung. „Weil sie genau wussten, wen sie hatten!“, sagen hingegen die gläubigen Christen und tun es ihren Vorfahren bis auf den heutigen Tage gleich. – Vielleicht nehmen auch wir die Anrufung der hl. Corona, gerade in Tagen wie diesen, in unseren täglichen Gebetsschatz mit auf, damit sie uns, so Gott will, vor allem Unheil und Schaden bewahren möge. 

Heilige Corona, bitte für uns! 




Vollkommener Ablass für die Corona-Krise betreffende Gebetsopfer




Die Seite katholisches.info meldet Folgendes:


[…] Der vollkommene Ablass wird den am Coronavirus erkrankten Gläubigen gewährt, die auf Anordnung der Gesundheitsbehörde in Krankenhäusern oder in ihren eigenen vier Wänden unter Quarantäne gestellt sind, wenn sie sich mit einem von jeglicher Sünde losgelösten Vorsatz geistlich über die Kommunikationsmittel der Zelebration der Heiligen Messe, dem Gebet des Rosenkranzes, der frommen Übung der Via Crucis oder anderen Frömmigkeitsformen anschließen, oder zumindest das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und eine fromme Anrufung der allerseligsten Jungfrau Maria beten und diese Prüfung im Geist des Glaubens an Gott und in der Liebe zu den Brüdern und mit dem Willen anbieten, die üblichen Bedingungen (Beichte, Kommunionempfang und Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters) zu erfüllen, sobald es ihnen möglich ist.“

Das Dekret besagt zudem:

„Darüber hinaus gewährt diese Apostolische Pönitentiarie anläßlich der gegenwärtigen weltweiten Epidemie unter denselben Bedingungen bereitwillig den vollkommenen Ablaß auch jenen Gläubigen, die das Allerheiligste besuchen, oder Eucharistische Anbetung halten, oder mindestens eine halbe Stunde die Heilige Schrift lesen, oder den heiligen Rosenkranz beten, oder die fromme Übung des Kreuzweges pflegen, oder den Barmherzigkeitsrosenkranz beten, um den Allmächtigen Gott anzuflehen, die Epidemie zu beenden, jenen Erleichterung zu verschaffen, die betroffen sind, und das ewige Heil jenen zu schenken, die der Herr zu sich gerufen hat.“
[...]



Freitag, 20. März 2020

Dienstag, 17. März 2020

Hans-Georg Maaßen und Imad Karim: "Wer Moral übers Recht stellt, verliert beides"


Ausnahmsweise mal ein Posting zum aktuellen politischen Geschehen:

Der aus dem Libanon stammende Filmemacher und Journalist Imad Karim hat ein Interview mit dem ehemaligen Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, aufgenommen. Der Trailer wurde am Sonntag veröffentlicht, der komplette Film folgt irgendwann diese Woche. Letzte Woche konnte ich bei einem persönlichen Besuch diesen in seiner vollen Endfassung zur Kontrolle bereits ansehen und muss sagen:
Das ist ordentlich starker Tobak, was da kommt. Und es wird gewissen Leuten überhaupt nicht gefallen.

Herr Karim hat bereits 22 Sender, öffentlich-rechtliche und private, angeschrieben, ob sie das Material veröffentlichen würden. Keiner gab positive Zustimmung, weswegen er die 50.000 Euro Produktionskosten aus eigener Tasche zahlen musste und um daher zum ersten Mal um finanzielle Unterstützung bittet (Überweisungsdaten werden im Video eingeblendet). Ich persönliche werde dieser Bitte nachkommen und habe mich auch bereit erklärt, den Trailer sowie eine Verlinkung des kommenden vollen Videos zu teilen.



Die Wissenschaft vom Gerechten und Ungerechten setzt also eine höhere Weisheit voraus, welche darin besteht, die Ordnung des Geschaffenen und folglich auch seinen Ordner zu erkennen. […]

Der Jurist bewegt sich also in der Ausübung seines Berufes zwischen dem Unendlichen und dem Endlichen, zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen, und in dieser notwenigen Bewegung besteht der Adel der Wissenschaft, deren Pflege er sich widmet. Die anderen Titel, die ihn vor der menschlichen Gemeinschaft adeln, können als Folge des schon angedeuteten betrachtet werden.
Pius XII., Ansprache auf dem ersten Landeskongress katholischer Juristen Italiens.
6. November 1949




Montag, 16. März 2020

Wigratzbad: Seminar unter Quarantäne




Der Blog des Seminars St. Petrus in Wigratzbad meldet, dass das Corona-Virus scheinbar über einen Besucher in das Seminar eingeschleppt wurde; mehrere Priester und Seminaristen weisen grippeähnliche Symptome auf, weshalb das komplette Seminar unter Quarantäne steht. Die Petrusbruderschaft bittet daher um Gebet.  In Italien sind bereits mehrere Priester an der Corona-Infektion gestorben.

[…] Das Leben ist kurz und zerbrechlich, und wenn man sich Sorgen um seine Gesundheit macht, muss man sich noch mehr um seine Erlösung machen. Die unsichtbare Gefahr einer Krankheit regt uns an, mehr Vertrauen in Gott zu haben und unsere Gebete und Buße weiter zu intensivieren.

In Vereinigung mit allen Kranken auf der ganzen Welt und in Solidarität mit der allgemeinen Angst vertrauen wir sehr ruhig der göttlichen Vorsehung und dem mütterlichen Schutz Unserer Lieben Frau, der Hilfe der Sünder und der Trösterin der Betrübten.

"Der Jungfrau Maria, der Gesundheit der Kranken, vertraue ich alle an, die die Last der Krankheit tragen, sowie ihre Familien und die Angehörigen des Krankendienstes. Allen versichere ich liebevoll meine Verbundenheit im Gebet."


Über Dr. Taylor Marshall kam in der Zwischenzeit die Meldung, dass es Alexander Tschugguel, der durch den Pachamama-Wurf weltbekannt wurde, sehr schwer erwischt hat und dieser sich derzeit im Krankenhaus befindet.
Es wird ebenfalls um Gebet gebeten, besonders um das Rosenkranzgebet.




Donnerstag, 12. März 2020

Seelsorge in Zeiten des Corona-Virus 2: Italien und Amerika ziehen nach




Nach dem spektakulären Segensflug vom Libanon gibt es noch weitere Stellen, die nun eine Prozession verlangen bzw. schon durchgeführt haben. Der texanische Bischof Joseph Strickland (hier sein Twitter-Account), der bereits schon zu anderen Gelegenheiten Gebetswachen und Prozessionen durchführen ließ, rief die Priester zu einer einfachen eucharistischen Prozession um die eigene Gemeindekirche auf.

Derweil macht in den sozialen Netzwerken ein Video die Runde, das den Priester Don Leonardo Ricotta von der Kirche Sant’Agata Villabate in Palermo zeigt, wie er durch die leeren Straßen zieht und den Menschen den eucharistischen Segen spendet. 





Dienstag, 10. März 2020

Papa Stronsay/Orkney: Benedikt-Option mal anders...




[…] "Es ist ein ganzes Leben, ein ganzes Opfer, eine ganze Haltung, ein ganzer Glaube. 
Die Jahrhunderte trennen uns nicht wirklich." […] 


Vielen dürfte wahrscheinlich "Die Benedikt-Option" vom amerikanischen Schriftsteller Rod Dreher bekannt sein:
Da die säkulare Gesellschaft immer feindseliger auf den christlichen Glauben reagiert und dies auch in die Politik trägt, sollte man sich eine eigene spirituelle "Arche Noah" aus Familie, Nachbarn und Kirchengemeinde zusammenstellen, um innerhalb dieser kleinsten Zellen der Gemeinschaft den säkularen Sturm zu überstehen und die Gesellschaft mit neuer christlicher Standfestigkeit und Stärke zu erneuern.

Zurückgeführt wird der Name dieses Projektes auf Benedikt von Nursia, der sich zuerst alleine, dann mit Gleichgesinnten, aus der damaligen dekadenten im Zerfall befindenden Gesellschaft zurückzog, um sie letztendlich mit einem gestärkten Vertrauen auf Gott und in der Unterscheidung der Geister - was Entspricht dem Willen Gottes und dem Endziel seiner Schöpfung, was nicht? - die Gesellschaft eines ganzen Kontinentes auferstehen zu lassen.

Die Benedikt-Option kann in der Familie und unter Freunden, auf dem Land oder der Großstadt, in kleineren oder größeren Kirchengemeinden umgesetzt werden.

Aber dann gibt es auch noch eine sehr seltene Möglichkeit, die heute von vielen als Hardcore-Version interpretiert werden kann. Nur dass sie viel älter als Benedikt und dessen Bewegung ist.




Die BBC berichtet auf ihrer Homepage von einer Gruppe Mönchen, die eine eigene Insel in der Orkney-Gruppe bei Schottland gekauft haben und dort die traditionelle lateinische Messe feiern. Eiegnetlich wollten sie nur ein Haus dort haben, bekamen aber durch Zufall vom Makler eine ganze Insel angeboten, die sie durch die wunderbare Unterstützung von Spendern sofort abbezahlen konnten.

Die Mönche, die 1999 die als Papa Stronsay ("Priesterinsel von Stronsay", es gibt auch noch weitere solche Inseln an der schottischen Küste) bekannte Insel im Nordosten von der Insel Stronsay von einem Farmer abkauften, gehören den Transalpinen Redemptoristen an. Dabei handelt es sich um eine Abspaltung, die die Modernisierung der Redemptoristenregel von 1969 ablehnt und lange Zeit mit der Pius-Bruderschaft eng verbunden war, deren Gründer Marcel Lefebvre 1988 den Segen zur Eigengründung gab. Seit 2008 befinden sie sich in voller Gemeinschaft der Kirche, die zuvor durch den damaligen Skandal um die Bischofsweihen durch Lefebvre erschüttert war. Lediglich einige Mönche spalteten sich als Reaktion darauf ab unter dem Namen der "Söhne der Transalpinen Redemptoristen". Ein Ableger der Transalpinen Redemptoristen selbst befindet sich in Australien und Neuseeland.

Zurück geht der damalig nördlichste Klosterstandort ursprünglich auf Ansiedelungen im 6. Jahrhundert - auf die Zeit des heiligen Missionars Columban, so die BBC. Die iro-schottischen Mönche waren durch ihre rauhe Lebensweise in dieser kargen und monotonen Gegend abgehärtet genug, um sich teilweise als Missionare in das fränkische Reich und nach Germanien aufzumachen, wo viele von ihnen auch als Märtyrer starben. Die schottischen Inseln waren aber nicht nur durch Mönchsgruppen besiedelt, die später in Orden wie den Benediktinern aufgingen, sondern auch durch einzelne Einsiedler, die auf der abgelegenen See das Zwiegespräch mit dem Herrn suchten. In der Orkneyinga saga wird erwähnt, dass sich um 1046 dort Mönche befanden, die mit dem Malz aus dem Getreide von Nachbarinseln Bier brauten.

 Die Saint Nicholas Chapel, von der heute nur noch Grundmauern erhalten sind (die Steine wurden für den Bau der späteren Scheune verwendet), lässt ich bis in das 11. Jahrhundert zurückdatieren, darunter soll sich die Schicht einer früheren Bauphase aus dem 8. Jahrhundert befinden. In der Nähe dieser Kapelle fand man im 18. Jahrhundert ein Keltenkreuz, dessen Alter auf das 8. Jahrhundert geschätzt wird. In den Ruinen der nördlichsten frühchristlichen Kapelle werden heute von den Mönchen manchmal Gottesdienste abgehalten. In der  Der Verfall setzte mit der Auflösung der Gemeinschaft durch die Reformation ein.
Nach dem Ende der Klostergemeinschaft befand sich auf der Insel eine Fischereikolonie, die bis vor Ende des Zweiten Weltkrieges bestand. Neben den von den Mönchen renovierten Fischereihütten sind heute auf der Insel die Kamine von Seetang-Brennöfen zu sehen, die selbst ein industrielles Denkmal darstellen. Daneben existiert ein Herrenhaus mit Farm, das als Zentrum des heuten Kloster fungiert, dem mehrere externe Mönchzellen angefügt wurden.

Das Kloster besitzt weder Strom-, noch Gasverbindung oder fließendes Wasser. Wie der Leuchtturm der Insel wird auch die Stromversorgung des Klosters durch einen Generator gesichert, der Nacht ausgeschaltet werden muss, das Wasser stammt aus einem Brunnen, der in einen Felsen gebohrt wurde. Die Mönche versorgen sich selbst mit Gemüse, das in einem eigenen Gewächshaus angebaut wird, dazu kommen der Fischfang und eine Schafzucht mit Käserei, auch ein persönlicher Austausch mit der Bevölkerung der übrigens Inseln findet statt.

Neben der Bildung von eigenem Priesternachwuchs (der im Seminar der amerikanischen Petrusbruderschaft in Denton/Nebraska ausgebildet wird), wird auch Priestern von Außerhalb die Möglichkeit einer Auszeit auf der Insel angeboten. Auf hrem Blog bieten die Transalpinen Redemptoristen eine Lektüren zur Überprüfung einer eigenen potentiellen Berufung an, um Spenden für Seminaristen wird gebeten.

2003 wurde bereits eine Episode für die Dokumentation-Serie "Atlantic Britain" für den Channel 4 gedreht:




Seelsorge in Zeiten des Corona-Virus 1: Ost-westlicher Divan


Kirchenleitungen im Westen*: "CORONA-VIRUS! Keine Mundkommunion mehr! Weihwasserbecken weg! Keine Öffentlichen Gottesdienste!!"

Maronitischer Priester im Libanon: "CORONA-VIRUS! Yussuf, hol das Flugzeug! Ich hol das Allerheiligste!"





*Abgesehen von den Tradis...