Samstag, 20. April 2019

Karfreitags-Begräbnisritus der Franziskaner von Jerusalem



Keine Reaktion auf den Brand der Notre-Dame de Paris und die Rettung der dort aufbewahrten Dornenkrone. Sondern ein seit 1750 unverändert gebliebener Karfreitags-Ritus der Franziskaner in Jerusalem.


Und das ist noch nicht alles: Wie der Liturgical Arts Journal berichtet, handelt es sich hierbei um eine  komplette Inszenierung der Kreuzesabnahme und des Begräbnisses Jesu in der Jerusalemer Grabeskirche. Mit einem Kruzifix-Corpus mit beweglichen Armen.

Für die meisten von uns ein wirklich ungewohnter Anblick, aber wenn man sich in Erinnerung ruft, dass der Gründer des Franziskaner-Ordens, Franziskus von Assisi, als Erfinder des Krippenspiels gilt, dann dürfte der Apfel nicht so weit vom Stamm gefallen sein, wenn man sich den Ritus seiner Söhne genauer anschaut. Es handelt sich auch um das einzige Mal im Jahr, an dem die Lateiner den Griechischen Altar der Grabeskirche nutzen dürfen.



Auch im Kloster der Franziskaner in Jerusalem findet jeden Karfreitag eine - wenn auch vereinfachte - Version der Begräbnis-Prozession statt.




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