Mittwoch, 6. November 2019

Vergesst POWERWOLF: Hier kommt FRATELLO METALLO



Gagarin, der erste Astronaut, 
antwortete auf eine dumme Frage mit einer dummen Antwort: 
"Nein, da oben habe ich Gott nicht gesehen 
und ich habe ihn nicht gehört."

Da oben. Wer ist er? Was macht er da? 
Was fordern Sie von uns?
Der Astronaut? Gott??

Aber welcher?
Welcher Gott??

Weit weg,
mächtig, 
erdrückend,
übermächtig,
der für uns entscheidet?

Ein unbeweglicher Beweger,
alles zerdrückend?

Das ist er nicht, nein, nein!
[…] Text aus Dio


Nachdem die deutsche Metal-Band POWERWOLF letzte Woche eine Neuversion von Kiss of the Kobra King rausbrachte, sollte man alternativ auch mal den Blick nach Italien richten, wo nicht alles grusel-klerikale Fassade sein muss: Nämlich auf die Band FRATELLO METALLO.

Gegründet wurde die Band vom Mailänder Kapuziner Cesare Bonizzi (geb. 1946, Klostereintritt 1975)  und bestand offiziell von 2008 bis 2009. Der ehemalige Missionar (Elfenbeinküste) ist nach seiner Priesterweihe 1983 auch als Sänger tätig und versucht seit 1990 mit Hilfe der Musik Menschen zu Betrachtungen zu bringen, von denen noch immer viele auf seiner Homepage zu finden sind. Zwar versuchte er sich auch an Alterntivstilen und Rock, doch zur direkter Auseinandersetzung mit Metal kam es, nachdem er ein Konzert von METALLICA besuchte, das in sehr inspirierte.



Sofort lernte er die energetische, aber auch lebendige Wirkung des Metal kennen und entwickelte einige moralisch orientierte und religiöse Stücke, die er mit einer zusammengestellten Band aufführte, die seinen Spitznamen "Fratello Metallo" ("Metal Bruder") übernahm.

Er bestand außerdem darauf, die bei Metal-Konzerten oft gebrauchte Mano Cornuta (Faust mit ausgestrecktem Zeige- Kleinfinger, vulgo "Satansgruß") durch die Geste der amerikanischen Gebärdensprache für "Ich liebe Dich" (Daumen, Zeige- und Kleinfinger) zu ersetzen.

Es kam nur zu einem vollen Album mit dem Namen "Misteri". Nachdem er auf einigen Metal-Konzerten öffentlich auftrat, gab er 2009 bekannt, nicht mehr als Metal-Sänger aufzutreten, da er auf Dauer heftige Zerwürfnisse mit seinen Mitbrüdern und den anderen Bandmitgliedern fürchtete. Damit blieb er auch seiner eigenen Berufung treu (wir wissen, es hätte auch anders enden können...). Der Teufel habe ihn zu sehr zu einem Prominenten um seiner selbst Willen gemacht, daher habe er diese Entscheidung getroffen.

An seiner positiven Meinung zum Metal-Genre hat das jedoch nichts geändert. Und dieses hat er auch auf eine sehr poetische Weise zu nutzen gewusst. Das Album Misteri kann man in voller Länge auf Youtube hören, die Songs sind unter anderem auf Spotify abrufbar, das gesamte Album ist nicht mehr als CDs vorhanden, aber auf verschiedenen Plattformen downloadbar.










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