Samstag, 6. Juni 2020

Seelsorge in Zeiten des Corona-Virus 8: Die heilige und heilende Gegenwart Christi im Allerheiligsten



Kleiner Anhang zum Schreiben von P. Alexander Metz FSSP zum Thema "Geistige Kommunion in Zeiten, in denen der Leib Christi nicht physisch empfangen werden können".

Der Historiker Charles A. Coulombe, der bereits eine kurze Einführung in das Thema Eucharistische Wunder gegeben hat, machte bereits in einem älteren Vortrag mit Professor William L. Biersach über die Eucharistische Anbetung eine Anmerkung über dem Wert, den die bloße Realexistent Christi in der Hostie für damalige Menschen hatte (ab 13:50), die später unter Betonung der anthropozentrischen "gemeinsamen Feier" größtenteils komplett unter den Tisch fallen sollte und deren Vernachlässigung heute in Deutschland flächendeckend praktisch die Regel ist.

[…]
Charles Coulombe: Bei der Aussetzung geht es um das Allerheiligste Sakrament. Sie weist dich darauf hin, dass der Anblick des Allerheiligsten und das Gesegnetwerden mit dem Allerheiligsten wichtig sind - fast genau so gut wie es zu empfangen. Der Gedanke dahinter ist, dass Christus wirklich und wahrhaft gegenwärtig ist und alleine ihm ausgesetzt sein ist gut. 

Nun, im Mittelalter war es eine wichtige Sache, dem Allerheiligsten ausgesetzt zu sein. Man hört immer wieder von den Rittern - ihr wisst, in den alten Geschichten - die nichts tun wollten, bevor sie die Hostie in der Messe gesehen haben. Und an vielen Orten zeigten sie dem sterbenden Kranken einfach nur die Hostie, wenn man ihm die letzte Wegzehrung geben wollte, aber dieser zu krank war, um sie zu empfangen. Das wurde ab bestimmter Stelle nicht mehr weitergeführt, aber es zeigt, was diese Leute davon hielten. 

Ich meine, wenn das Allerheiligste Sakrament das ist, was wir sagen, was es ist, dann kann jede Art von Aussetzung, egal wie flüchtig, eine heilsame Hilfe sein. Wenn aber andererseits - wie die Lutheraner sagen, die Anglikaner, die Low Church-Anglikaner und die traditionellen Anglikaner sagen  - Christus nur in dem Grad gegenwärtig ist, in dem man ihn empfängt, dann ist dieses Herumtragen und Prozessieren und dergleichen einfach nur furchtbar.

William Biersach: Was würde das für all die blutenden Hostien überall auf der Welt bedeuten?

Charles Coulombe: Sie haben gelogen. 

William Biersach: Oh, Okay.

Charles Coulombe: So einfach ist das - ich meine, ich...

William Biersach: Ich muss hier einfach mal Halt machen und darüber nachdenken: Sie sagen, Christus sei nur in der Hostie gegenwärtig, wenn man ihn empfängt und dann wird es wieder Brot. Ihr wisst, wir haben Hostien, die hunderte von Jahren alt sind und noch immer Bluten. Bedeutet das jetzt, dass Brot blutet?

Charles Coulombe: Ja. 

William Biersach: Habe ich mir schon gedacht. 
[…]





Weitere empfehlenswerte Links:
- Der Twitter- und Facebook-Seite von Charles A. Coulombe
- Autor-Informationen zu Professor William L. Biersach
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