Donnerstag, 13. August 2020

Kamala Harris: Neues vom demokratischen "Vorzeigekatholik" Joe Biden


Wer denkt, dass Alexandria Ocasio-Cortez (die ich persönlich tatsächlich bereits als amerikanische Version von Swasan Chebli bezeichnen würde)  ein ordentlicher Ausrutscher für die Partei der Demokraten in den Vereinigten Staaten ist, hat bisher noch nichts von Kamala Harris gehört, die vom demokratischen "Vorzeigekatholiken" Joe Biden zur seiner Vizepräsidentin ernannt wurde für den Fall, dass er bei der Präsidentschaftswahl am 3. November gewählt wird.




Für viele US-Katholiken ist sie wie auch Joe Biden bereits als unwählbar eingestuft worden wegen ihrer Feindseligkeit gegenüber katholischen Organisationen, die sich gegen Abtreibung einsetzen, wie den Knights of Columbus, aber auch wegen ihrer Verwicklungen im Planned Parenthood-Skandal, bei denen heimlich Körperteile abgetriebener Kinder weiterverkauft wurden, bei der sie nicht etwa gegen besagte Organisation ermitteln, sondern eine Razzia gegen David Daleiden durchführen ließ, der den Skandal durch heimliche Videoaufnahmen überhaupt öffentlich machte.

Planned Parenthood hat ihr übrigens auch zur Nominierung gratuliert, was an dieser Stelle nicht wirklich verwundern dürfte; Daleiden und die Central for Medical Progress dagegen haben bereits im Mai 2020 Anzeige gegen sie eingereicht.


Aber auch andere Berichte existieren über die "Anwältin der kleinen Leute" - wie sie in manchen deutschen Medien als "erste weibliche schwarze Vizepräsidentin" gerne überschwänglich dargestellt wird - unter den US-Amerikanern, von denen man nicht gerne redet. Die Tagesschau berichtet so neben ihrer Betonung als "Einwandererkind" und den Problemen in den USA, die sie anspricht, auch von der Kritik linker Demokraten, die darauf hinweisen, dass sie gerade sie es war, die während der Wirtschaftskrise 2008 eher auf den "kleinen Leuten" rumhackte, als ihnen Gerechtigkeit zu verschaffen.

Aber es kommt noch besser. Oder eher schlimmer. Kommt darauf an, wie man es sieht...




Mittwoch, 5. August 2020

Pater Damian de Veuster: Ist Diakonie bald auch rassistisch?



Man kann schon erstaunt sein, auf welche Ideen bestimmte Aktivisten kommen, wenn sie versuchen, "sozialkritische" Treuepunkte zu erhaschen. Nachdem im Rahmen der Unruhen um den Tod von George Floyd das Stürzen von Statuen von Konföderierten langweilig wurden, kamen schnell aus Spanien kommende Entdecken und Siedler ins Fadenkreuz wie Christopher Columbus oder Junipero Serra. Mit Uncle Ben´s, Aunt Jemima und in Deutschland deutlich weniger erfolgreich das Mohrenwappen des heiligen Mauritius peilte man auch schon Darstellungen von Schwarzen an, die trotz Fehlens eindeutig negativ rassistischer Intuitionen als "rassistisch" und "diskriminierend" abgestempelt wurden.

Einen besonderen Patzer an schierer Dummheit erlaubte sich nun in den Vereinigten Staaten die Demokraten-Politikerin,  Aktivistin und Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (das war übrigens auch die mit den gestellten Photos...), die die von Hawaiianern gestiftete Statue vom heiligen Pater Damian de Veuster als ein Beispiel des "Patriarchats und Weißer Vorherrschaft"  im Capitol von Washington anführte. 

Was natürlich nicht unbeantwortet blieb. Bischof Robert Barron weist auf die Absurdität ihrer medialen Bemerkung hin und stellt den realen Heroismus Pater Damians heraus:



Knights of the Republic schreibt dazu:

Das Schüren von rassischen Spannungen in den Vereinigten Staaten war nur der Steigbügelhalter für den Angriff auf den Katholizismus. Die neueste Forderung von Abgeordneter Alexandria Ocasio-Cortez, die sich selbst als Katholikin bezeichnet, die hawaiianische Statue vom heiligen Damian [de Veuster] von Molokai im U.S. Capitol zu entfernen [pers. Anm: Nein, nicht wirklich], wobei sie es irtümlicherweise es als Symbol des Kolonismus und der "patriarchalen und weißer Vorherrschafts-Kultur" angreift.

Diese Phrasendrescherei kann nicht ferner von der Wahrheit sein und begegnete schnell dem Widerstand Hawaiianischer Katholiken und dem hochgeachteten Bischof Robert Barron, der die Opfer von St. Damian darlegt, die er darbrachte, als er die vernachlässigte Leprosenkolonie auf der Insel Molokai verwaltete und sich darum kümmerte. Tatsächlich ist diese Forderung von AOC ein direkter Angriff auf dieses Opfer. 

Nach 11 Jahren der Pflege von Kranken und Sterbenden steckte sich der heilige Damian mit dieser schrecklichen Krankheit an erlag ihr. Für seine Opfer und vielen Akte der Liebe und Wohltätigkeit wird der heilige Damian von den Gläubigen in Hawaii im hohen Maße verehrt.

In einem Interview mit der Catholics News Agency erklärte Dallas Carter, gebürtiger Hawaiianer und Katechet der Diözese von Honolulu, dass "jeder Hawaiianer, der sich seiner Geschichte bewusst ist - was die meisten Hawaiianer sind - würde, sei er Katholik oder nicht, das Erbe von Damian als einem Mann, der vom Volk geliebt wird, und der für uns ein Held ist, verteidigen wegen seiner Liebe zu den Hawaiianern."

Carter fährt weiter fort, indem er anmerkt, dass "wir ihn nicht aufgrund der Hautfarbe beurteilen. Wir beurteilen ihn aufgrund der Liebe, die er für unser Volk hatte."

AOC und die sozialistischen Demokraten repräsentieren nicht die Überzeugungen und Meinungen der Großen Mehrheit der Amerikaner und Katholiken. Und trotzdem erklären sie, Katholiken zu sein und die liberalen Medien wie der National Catholic Reporter verkünden sie als die "Zukunft der Katholischen Kirche"

Es ist kein Zufall, dass einige der meisten marxistischen und politisch toxischen Leiter im Parlament selbsternannte Katholiken sind [siehe auch das Beispiel Joe Biden]. Diese Politiker sind Produkte einer Kirche, die schweigsam in ihren Lehren wurde und sich selbst entmannte von der Verantwortung, die Stimme der tugendvollen Vernunft und die Führerin des Guten in der Welt zu sein. Leider sind sie ebenfalls Werkzeuge, um den Katholische Widerstand gegen eine atheistische, säkulare und marxistische Regierung zu schwächen. [...] 


Als die Kritik immer lauter wurde, hieß es ihrerseits, dass sie nicht Pater Damian persönlich angegriffen hätte (an dessen Stelle sie vielleicht gerne die letzte Hawaiianische Königin Liliʻuokalani gesehen hätte), sondern die alleinige Vertretung weißer Männer im Capitol allgemein. Was sie auch durch die Anmerkung zu relativieren versuchte, dass sie in dem meist herausgeschnittenen Teil ihres Videos auf die allgemeine weiße männliche Vertretung eingehe.




Was das Problem ihres "Virtue Signaling" nicht wirklich zur allgemeinen Zufriedenheit löst, wenn man noch einmal ihre Originalaussagen hervorkramt, wo speziell die Statue von Pater Damien de Veuster als Beispiel der typischen Vertretung durch "Kolonisten und Siedler" herangezogen wird - auch wenn sie anschließend die übrigen Statuen anpeilt, hätte sie die Bedeutung eben dieser Persönlichkeit kennen sollen. Pater Damian wurde als Beispiel der vermeintliche kolonialen Vertretung der "Weißen" auf Hawaii explizit ohne Rücksicht auf deren indigenen Stifter ausgesucht; da hilft kein nachträgliches "diplomatisches" Herausreden mehr. Nein. 

Nicht genannt wird übrigens die Statue von König Kamehameha I., dem ersten König von Hawaii, die wie die Statue von Pater Damien von der Hawaiianischen Bevölkerung selbst an das Capitol gespendet wurde.

Wie das Ökumenische Heiligenlexikon anmerkt war es paradoxerweise auch ihr Parteikollege Barack Obama, der als gebürdiger Hawaiianer und Präsident der Vereinigten Staaten Pater Damian bei seiner Heiligsprechung 2009 durch Benedikt XVI. (1995 wurde er in Brüssel durch Paps Johannes Paul II. seliggesprochen) in höchsten Tönen lobte. Auf Hawaii existiert neben dem Katholischen Gedenktag am 10. Mai sogar ein Father Damien Day, der von der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika jeden 15. April begangen wird. 

1999 wurde sogar ein Spielfilm mit dem Namen "Molokai: The Story of Father Damien" veröffentlicht, der das Leben und den Einsatz Pater Damians einer breiten Masse von Zuschauern nachvollziehbar darstellt. 



Wie auch die Podcast-Sendung The Catholic Talkshow anmerkte, tat Pater Damian das, was erfolgsverwöhnte politische Karrieristen und Buffet-Katholiken wie Ocasio-Cortez nie tun würden: Echten Leprakranken helfen, ganz alleine eine echte Infrastruktur für die von allen gemiedene Minderheit aus dem Boden stampfen, Beichte hören, Kommunion spenden und die toten Leprakranken selbst beerdigen - bis man am Ende selbst mit der tödlichen Krankheit angesteckt wird und trotzdem bis zum eigenen Tod weitermacht, alleine getröstet von der Gegenwart Jesu im Allerheiligsten der Dorfkapelle. 



Ich werde nie vergessen, wie am Tag meiner Gelübde ein Leichentuch über mir ausgebreitet wurde, um deutlich zu machen: Wer freiwillig den Tod auf sich nimmt, beginnt ein  neues Leben.
Hl. Damian de Veuster